Agaporniden & Sperlingspapageien

Schwarzköpfchen – Agapornis personatus

Steckbrief Schwarzköpfchen Verfasser: Eckhard Lietzow
Agapornis personatus
Engl.: Yellow-collared Lovebird Masked Lovebird

Heimat:

Nordost-Tansania, südlich bis zur Grenze von Malawi und Sambia.

Zu gewissen Jahreszeiten Gebietsüberschneidung mit Pfirsichköpfchen.


Beschreibung

Erstbeschreibung durch REICHENOW als Agapornis personata, 1887.
Größe 15 cm, Gewicht 45 bis 50 g.
Details zur Gefiederbeschreibung sollen hier nicht vorgenommen werden, die Fotos dürften  reichen. Weitere Einzelheiten s. Anhang.


Lebensraum

Trocken- und Dornstrauchsavannen bilden den bevorzugten Lebensraum der Schwarzköpfchen, durchsetzt mit lockerem Baumbestand und Grasbewuchs in Höhenlagen von etwa 960 bis 2.000 m ü.NN.. Der Lebensraum gleicht dem der Pfirsichköpfchen. Häufigste Baumart ist die Schirmakazie. Die Vögel sind
oft in der Nähe menschlicher Siedlungen anzutreffen, da hier meist Wasser zu finden ist.

Status

Nach 1990 haben die Massenexporte Tansanias nach Europa größtenteils ausgesetzt, weiterhin wird der asiatische Raum noch beliefert. Trotz des Bestandsrückganges im vorigen Jahrhundert scheint die Population in geeigneten Habitaten stabil zu sein.

Haltung

Schwarzköpfchen können außerhalb der Brutzeit in einer Voliere im Schwarm gehalten werden. Zur Brut sollte man die paarweise Haltung vorziehen, da es in der Gemeinschaftsvoliere doch zu Streitigkeiten kommen kann. Wie bei anderen Arten müssen Zuchtboxen zumindest so groß sein, dass die Vögel fliegen können und nicht nur von Sitzstange zu Sitzstange springen. Vorteilhaft für das Wohlbefinden der Vögel ist gegenüber blendend weißen Wänden eine leicht grüne Farbe der Volierenwände. Die Kleinvolieren auf diesem Bild haben eine Länge von 160 cm bei einer Höhe von 120 cm und einer Tiefe von 70 cm.
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Ernährung

Wie bei Pfirsichköpfchen: Grundnahrung sind verschiedene Saaten mit möglichst nicht zu hohem Fettanteil und kleinerer Korngröße. Kommen die Vögel aus einem Bestand, in dem fast ausschließlich Saaten gefüttert wurden, ist es oft schwer, sie an Obst und Grünfutter zu gewöhnen. Dennoch sollte man immer wieder versuchen, den Speiseplan zu erweitern. Keimfutter wird dagegen allgemein akzeptiert, ebenso frische Vogelbeeren (Früchte der Eberesche) und in Milchreife stehende Gräser. Ein besonderer Leckerbissen ist in Milchreife stehende Kolbenhirse. An Grünfutter werden die Blätter der Löwenzahnpflanze und Vogelmiere bevorzugt.
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Brutdaten

4 bis 6 Eier
Mittlere Größe etwa 23,0 x 17,5 mm
Brutdauer 22 bis 23 Tage
Nestlingszeit 37 bis 40 Tage

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Zucht

Brutdaten und Entwicklung der Jungvögel gleichen denen der Pfirsichköpfchen: Die 4 bis 6 Eier werden im Abstand von zwei Tagen gelegt. Der Schlupf hingegen erfolgt bei den ersten beiden Jungen am gleichen Tag oder mit einem Tag Abstand, was an der nicht mit dem ersten Ei beginnenden Bebrütung zu tun hat. Auf der fleischfarbenen Haut der Jungen stehen nicht allzu dichte orangerote Dunen. Sind die Jungvögel etwa 12 Tage alt, erfolgt die Beringung mit 4,5-mm-Ringen, zu diesem Zeitpunkt sind die Augen schon geöffnet. Im Alter von etwa 20 Tagen zeigen sich schon Ansätze der grünen Federn, knapp 14 Tage später ist eine geschlossene Befiederung vorhanden. Den ersten Ausflug unternehmen die Jungen im Alter von gut 5 Wochen. Sie sollten mindestens noch zwei Wochen bei den Eltern verbleiben (nach dem Schlupf des letzten Jungen). In Volieren ist es vorteilhaft die Jungvögel so lange es geht, bei den Eltern zu lassen. Auch bei Schwarzköpfchen ist es im Laufe der Zeit zu Mutationsbildungen gekommen, die Farbenvielfalt ist durch Kombination der verschiedenen Mutationen weiter erhöht worden.


Anhang / Literatur

Renate und Jörg Ehlenbröker / Eckhard Lietzow: Agaporniden und Sperlingspapageien, Verlag
Eugen Ulmer, 2010, ISBN 978-3-8001-5431-9
AZ-Standard für die Gefiederbeschreibung
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